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Gin Verkostung: Ettaler 1596 Gin

Heute ist es wieder einmal an der Zeit für einen Verkostungsbericht. Und zufällig ist es wieder ein bayerischer Gin. Der heutige Artikel widmet sich dem Gin aus der Ettaler Klosterbrennerei. Für mich persönlich wieder einmal eine gute Kombinationsmöglichkeit meiner beiden Hobbies: Berge und Gin. Leider hatte der Klosterladen bei meinem letzten Wanderausflug in die Ammergauer Berge geschlossen, aber man kann den Gin ja glücklicherweise auch bestellen. Oder man fährt noch einmal hin, sowohl das Kloster als auch die Gegend an sich sind immer einen Besuch wert!

Die Geschichte des Gins ist ein bisschen kurios. Die Zahl 1596 spielt auf das Jahr an, in dem sich die damalige Ettaler Klosterapotheke ihren ersten Brennkessel anschaffte und somit den Beginn der Destillerie. Der Gin ist allerdings jüngeren Datums und die Rezeptur noch keine 400 Jahre alt.  

Frater Vitalis, der Leiter der Ettaler Destillerie, kreierte den Gin vor wenigen Jahren in nur einer Nacht – ohne zu probieren, nur anhand der Gerüche, denn er mag und trinkt gar keinen Schnaps. Kann so etwas funktionieren – Gin herstellen, ohne zu probieren? Ich nehme es vorweg: es kann gelingen!

33 Botanicals hat Frater Vitalis zusammengefügt, darunter Orangenblüten, Lavendel und Rose, ergänzt durch Ettaler Braumalz und Hallertauer Aromahopfen. In einem aufwändigen Verfahren wird der Gin vierfach destilliert. Er soll blumig, leicht und verspielt schmecken und sich somit dem barocken Stil der Klosteranlange auch geschmacklich anpassen.

Die Flasche an sich ist eher schlicht gehalten, keine Spur von barocker Opulenz. Eine normale Apotheker-Flasche, durchsichtig, mit roter Beschriftung. Aber kommen wir nun zum Inhalt.

Beim ersten Riechen steigen mir sofort blumig-frische Aromen in die Nase. Der Gin riecht sehr mild und weich.

Mit dem ersten Schluck pur bestätigt sich dieser Eindruck. Mild, blumig, mit leichtem Citrusaroma, aber vor allem deutlichem Lavendel. Der Gin gleitet dabei aber nicht ins parfumartige ab, wie ich das bei anderen Gins mit Lavendel schon erlebt habe, sondern hält schön die Balance. Erschmeckt hätte ich Hopfen und Malz nicht, aber da ich es weiß, meine ich, sie im Hintergrund zu erahnen. Auch diverse Kräuter scheinen mir hier eine Rolle zu spielen. Insgesamt bleibt der Gin aber weniger komplex, als ich es bei dieser Anzahl enthaltener Botanicals erwartet hatte.

Bei der Auswahl eines passenden Tonic Waters bin ich etwas unschlüssig. Mein üblicher erster Versuch mit einem Indian Tonic überzeugt nicht so recht. Einer Empfehlung folgend habe ich den Ettaler Gin mit dem Cherryblossom Tonic Water von Thomas Henry probiert, aber das übertüncht mir den Gin zu sehr, obwohl immerhin noch ein bisschen der Würze des Gins durch das süße Tonic hindurchkommt.

Statt eines klassischen Gin Tonic könnte man den Ettaler Gin wohl auch gut mit einer Hopfen- oder Enzianlimonade mixen. Da ich davon aber leider nichts im Haus hatte, habe ich es mit dem Schweppes Orange Blossom & Lavender probiert, das ja von den Grundstoffen sehr gut mit dem Gin harmonieren müsste. Tut es auch, wobei man hier das Mischungsverhältnis anpassen muss, um dem Gin genug Raum zu geben. Ansonsten aber eine schöne Kombination, in der das frisch-orangige Aroma des Tonic und die leichte Kräuternote des Gins sich gut ergänzen!

 

 

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