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Gin Verkostung: The King Gin

Mein besonderes Interesse gilt schon lange dem süddeutschen Gin – meine Mission ist es, möglichst viele bayrische und schwäbische Gins zu probieren. Heute teste ich The King Gin aus Freising, gebrannt wird er am Bodensee.

The King Gin ist ein schlichter, aber doch interessanter Name, da er mich gleich zum Grübeln bringt. Es gibt doch nur einen King, oder? Ist der Gin also eine Verneigung vor Elvis oder hat er eher royale Ambitionen? Die Krone auf dem Etikett lässt letzteres vermuten. Die nächste Idee hätte mir als Gin-Liebhaberin natürlich noch vor dem Gedanken an den King of Rock'n Roll kommen sollen: es gibt da ja noch einen anderen bayrischen Gin mit Adelstitel und ein König ist mehr wert als ein Herzog...

Rein optisch gefällt mir die schwarze Flasche mit dem schlichten Etikett auf jeden Fall gut. Kommen wir also zum Wesentlichen, dem Inhalt.
Im Nosing stellt The King Gin mich vor eine ziemliche Herausforderung. Auf den allerersten Riecher erkenne ich wenig. Erst nach und nach kann ich einzelne Komponenten herausfiltern. Es ist ein dunkler, würziger Geruch, kräuterlastig mit einer Spur Zitrus.

Ähnlich ergeht es mir im Tasting pur. Zuerst ist mein Gaumen überfordert, ich brauche mehrere kleine Schlucke, um mich langsam heranzutasten. Koriander schmecke ich nun recht deutlich heraus. Auch eine gewisse Zimtnote ist nicht zu verkennen. Wacholder ist spürbar, aber weniger prominent, als ich es bei einem London Dry Gin erwartet habe.

Nach diesem ersten Blindflug werfe ich einen weiteren Blick auf die Hersteller-Homepage und verzeihe meinem Gaumen. 50 Botanicals haben ihren Einfluss auf The King Gin und um diese alle herauszufinden, braucht es wahrscheinlich feinere Geschmacksnerven als ich sie habe. Aber mit dem, was ich herausgefunden habe, lag ich immerhin richtig. Neben Wacholder, Orange, Zitrone und Limette, Koriander und Zimt werden noch Ingwerwurzel, Holunder, Tonkabohne, Angelika und Kardamom genannt – der Rest ist ein Geheimnis.

Man kann diesen Gin meiner Meinung nach durchaus pur genießen, allerdings nur in gut dosierter Menge.
Mein nächster Schritt ist also ein Gin Tonic. Mein Referenz-Tonic Water bei der Verkostung neuer Gins ist das Fever-Tree Indian Tonic Water, so habe ich immer einen guten Vergleichswert. Ins Glas kommen hierbei nur der Gin, das Tonic Water und ein großer Eiswürfel – mit zusätzlichen Botanicals spiele ich erst später herum. Diese erste Kombination passt schon mal gut. Das Indian Tonic gibt dem Gin genug Spielraum, die vorher erschmeckten Komponenten bleiben erhalten. Jetzt, wo ich es weiß, spüre ich die leichte Schärfe des Ingwer sogar noch durch das Tonic Water hindurch.
Ich bin experimentierfreudig und probiere eine weitere Kombination aus. The King Gin mit East Imperial Tonic Water, ein bisschen Gurke und rosa Pfeffer – und jetzt kommen wir wieder zu meiner ersten Assoziation zurück: das rockt! Der Pfeffer kitzelt die Schärfe und Würze des Gins noch etwas mehr hervor, die Gurke mildert das Ganze wieder ab.

Insgesamt lautet mein Fazit: mit diesem Gin kann man sich auf jeden Fall eine ganze Weile beschäftigen und man wird wahrscheinlich trotzdem längst nicht alle Komponenten herausfinden können. Es ergibt sich ein herausforderndes und spannendes Zusammenspiel verschiedenster Geschmacksrichtungen, die man am besten mit einem neutralen Tonic Water kombiniert, um hier nicht noch zusätzliche Komplexität durch das Tonic hineinzubringen. Der Gin an sich ist komplex genug und macht auch pur Freude.

Daniela ist vor einigen Jahren auf den Gin gekommen und war schnell von der riesigen Vielfalt fasziniert. Ihre private Sammlung wurde schnell immer größer und umfasst mittlerweile mehrere hundert Ginsorten. Die Wunschliste wird dabei aber nicht kürzer, sondern immer länger!
Um auch andere an ihren Trinkfreuden teilhaben zu lassen, bloggt sie auf Ihrem Blog und auf wacholder-express.de über ihre guten und weniger guten Gin-Erfahrungen.

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